einer Substitutionsbehandlung, z. B. in Hinblick auf die
Bedeutung psychologischer Variablen wie Impulsivität,
die Wahl des Substitutionsmittels sowie initiale Moti-
vationstrukturen.
An der Technischen Universität Dresden beginnt 2008
das mehrjährige BMBF-Forschungsgruppen-Programm
„Addiction and the Adolescent Brain“. Hier werden u. a.
im Kontext der neuen Neuroimaging-Arbeitsgruppe
„Cognitive- Affective Neuroscience of Addiction“ vor-
handene Studienergebnisse zu den frühen Entwicklungs-
bedingungen für Sucht vertieft werden.
Ebenfalls 2008 werden im Auftrag der EU eine Reihe
von Projekten zur Verbesserung der therapeutischen
Versorgung und Allokation sowie eine Evaluationsstudie
zu den „Schwerpunkten, Stärken und Defiziten der For-
schung zu illegalen Drogen in der EU“ durchgeführt.
5.6.2 Forschungsverbund Nordrhein-Westfalen
Jenseits der geförderten Einzelprojekte wurden vom
Suchtforschungsverbund in Kooperation mit universi-
tären und nicht-universitären Institutionen Forschungs-
projekte durchgeführ t bzw. neue Projekte beantragt.
Unter Leitung der Suchtforschungsgruppe in Essen
(Leiter: Professor Scherbaum) sind hier insbesondere zu
nennen: Die Evaluation einer suchtstoffübergreifenden
Entwöhnungsbehandlung an der Klinik des Landschafts-
verbandes Westfalen-Lippe (LWL) in Marsberg, das in
Kooperation mit der LWL-Klinik in Dortmund durch-
geführte Projekt zur ambulanten Entzugsbehandlung
Opiatabhängiger sowie das an den Rheinischen Klini-
ken Essen durchgeführte Projekt KOALA zur Behandlung
von Abhängigkeit im Alter. Ein unter Federführung einer
Londoner Arbeitsgruppe beantragtes Projekt zur Prä-
senz von Drogen im Internet (Nachfolge des Projektes
PSYCHONAUT) wurde im Rahmen des EU-Gesundheits-
programms bewilligt und hat unter Beteiligung der
Essener Arbeitsgruppe am 1. Januar 2008 begonnen.
Das von der Essener Arbeitsgruppe geleitete Projekt
(„Contingency Management bei der Substitutions-
behandlung Opiatabhängiger“, Arbeitsgruppe Profes-
sor Scherbaum) wurde planmäßig fortgeführt. In die-
sem Projekt wird untersucht, ob der Gebrauch von