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C | Suchtstoffe und Suchtformen | Heroin und andere Drogen
methoden deutlich gesenkt werden konnte. D rogen-
beein?usste Kraftfahrer müssen zunehmend damit rech-
nen, dass die Drogenfahrt erkannt und bestraft wird.
Seit 2007 wird auch das Fahren unter dem Ein?uss
von Methamphetamin und dem Designer-Ampheta-
min Methylendioxyamphetamin (MDMA) als Ordnungs-
widrigkeit geahndet, um dem damit verbundenen
Unfallrisiko im Straßenverkehr Rechnung zu tragen. Um
noch mehr Klarheit über die Anzahl drogenbedingter
Verkehrsunfälle zu bekommen, werden ab Januar 2008
alle Unfälle mit Unfallbeteiligten unter Drogeneinwir-
kungen in die detaillierte amtliche Unfallstatistik ein-
bezogen.
(mehr zu Alkohol im Straßenverkehr C 2.4.1 und B 1.5)
Vorgestellt:
Tim Stebani, Rallye-Fahrer
und Gesicht der Kampagne
„Don’t drug and drive“
„Don’t drug + drive“ und „Just say no!“ steht in großen Lettern
auf dem schwarz-weiß-orange-lackierten Rallye-Auto von
Tim Stebani. Der 21-jährige Bürokaufmann und angehende
Glastechniker ist Rallye-Fahrer und unterstützt die Anti-Dro-
gen-Kampagne „Don’t drug and drive“ seit 2006.
„Als Gesicht der Kampagne nehme ich meine Aufgabe sehr
ernst, jungen Leuten die Gefahren aufzuzeigen, die mit Dro-
genkonsum im Straßenverkehr zusammenhängen“, berichtet
Stebani. „Ich möchte mit dieser Aktion dazu beitragen, dass
die Unfallzahlen sinken. Viele junge Fahrer begehen Fehler
aufgrund von Selbstüberschätzung oder Unwissen.“
Diesen jungen Leuten möchte er etwas anbieten, womit sie
sich identifizieren können. „Die Warnungen der oft älteren
Fahrlehrer mit dem erhobenen Zeigefinger beeindrucken
die jungen Fahranfänger meist nicht besonders. Aus eigener
Erfahrung weiß ich, dass man stattdessen lieber mit seinem
Sitznachbarn quatscht , anstatt dem Lehrer zuzuhören. Ein
Rallyeauto als Werbeträger und ein Mensch im gleichen Alter
bieten eine viel bessere Kommuni kationsbasis“, davon ist
Tim Stebani überzeugt.
Seine Botschaft an die jungen Menschen ist: „Ihr könnt nur
dann sicher Autofahren und niemandem schaden, wenn ihr
voll und ganz Herr eurer Sinne seid, egal ob bei einer Rallye
oder im Straßenverkehr. Unter Ein?uss von Drogen oder Alko-
hol könnt ihr das definitiv nicht garantieren!“
Sein Auto bietet dafür eine hervorragende Werbe?äche. „Da
wir uns mit unserem Fahrzeug auch im Straßenverkehr bewe-
gen, bietet dies eine optimale Möglichkeit die Botschaft zu
übertragen und die Kampagne zu unterstützen.“
Außerdem hat er als Juror beim „Don’t Drug and Drive“-Foto-
wettbewerb „Zeig uns Deinen klaren Blick“ mitgewirkt. „Die
Aktion hat mir viel Spaß gemacht. Der Gewinner 2007 hatte
nicht nur die Möglichkeit den Rallye-Europameisterschaftslauf
an der Costa Smeralda auf der italienischen Mittelmeerinsel
Sardinien live vor Ort zu erleben, er konnte auch bei mir im
Rallyeauto mitfahren“, berichtet Tim Stebani. „Diese Rallye
konnten wir mit Unterstützung der Initiatoren der Kampagne,
dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswir tschaft
e. V. (GDV) in Kooperation mit dem Deutschen Verkehrssicher-
heitsrat (DVR) und dem Gesamtverband der deutschen Versi-
cherer (GdV), als großes PR-Event nutzen.“
Die positiven Reaktionen auf sein Engagement zeigen Tim
Stebani, dass die Kampagne die jungen Menschen t atsäch-
lich erreicht hat. „Obwohl die Saison seit November letzten
Jahres vorbei ist, erhalte ich noch immer Fanpost von jungen
Leuten, die die Botschaft gesehen und verst anden haben.
Auch viele Eltern schreiben mir, dass sie das Projekt für sehr
gut halten und dass sie Ihre Kinder dabei beobachten, wie sie
sich Fotos von unserem Auto oder dem Team ausdrucken und
als Poster aufhängen.“ Auch international hat die Kampagne
schon Wirkung gezeigt. „Aus den verschiedensten Ländern
Europas erhalte ich Post mit der Bitte um Autogrammkar ten
und Infos über die Kampagne“, berichtet Stebani.
Der Hobbyfußballer Stebani möchte sich auch weiter für
„Don’t drug and drive“ engagieren. „Das Engagement sollte
weiter ausgebaut werden, damit wir noch mehr junge Men-
schen erreichen können.“
www.dont-drug-and-drive.de