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C | Suchtstoffe und Suchtformen | Heroin und andere Drogen
SICHERSTELLUNGEN 2007
01.01.–31.12.2006
01.01.–31.12.2007
Veränderungen
Drogenart
Fälle
Menge
Fälle
Menge
Fälle
Menge
Heroin
6.763
878,9 kg
6.853 1.073,5 kg
+1,3 % +22,1 %
Opium
78
42,2 kg
59
27,5 kg –24,4 % –34,8 %
Kokain
3.972 1.716,6 kg
4.199
1.877,5 kg
+5,7 %
+9,4 %
Crack
1.977
3,9 kg
1.817
4,8 kg
–8,1 % +23,1 %
Meth-/Amphetamin
(davon Crystal)
6.838
(416)
723,2 kg
(10,7 kg)
7.662
(454)
820,1 kg
(10,0 kg)
+12,1 %
(+9,1 %)
+13,4 %
(–6,5 %)
Ecstasy
2.382 1.082.820 KE 2.495 985.218 KE +4,7 %
–9,0 %
LSD
205
12.488 Tr.
236
10.525 Tr. +15,1 % –15,6 %
Haschisch
11.764
5.606,1 kg
9.762 3.677,5 kg –17,0 % –34,4 %
Marihuana
23.506 2.954,1 kg 21.831 3.769,8 kg
–7,1 % +27,6 %
P?anzen
1.121 190.241 St.* 1.463 135.252 St. +30,5 % –28,9 %
Khat
127 15.985,1 kg
132 13.485,3 kg
+3,9 % –15,6 %
Psilo. Pilze
635
99,7 kg
605
55,8 kg
–4,7 % –44,0 %
KE = Konsumeinheiten, Tr = Trips, St. = Stück.
* Die Sicherstellungsmenge 2006 enthält 75.000 P?anzen, die aus einer Aussaat von 5 kg Hanfsamen resultierten und bei denen
es sich um so genannten Nutzhanf gehandelt haben dürfte.
5.1.3 Labore
Im Jahr 2007 wurden zehn illegale Drogenlabore sicher-
gestellt.
Alle Labore verfügten über Produktionskapazitäten zur
Deckung des Eigenbedarfs oder zur Versorgung eines
begrenzten lokalen Abnehmerkreises. Großlabore wur-
den nicht sichergestellt.
5.2 Entwicklung und Prävention drogenbedingter
Verkehrsunfälle
In der amtlichen Straßenverkehrsunfallstatistik nahm
die Zahl schwerer Verkehrsunfälle unter Drogenein?uss
in den vergangenen Jahren deutlich zu: Zwischen 1996
und 2006 stieg die Zahl von Unfällen mit Personen-
schaden mit der Unfallursache „andere berauschende
Mittel“ von 611 auf 1.372. Im gleichen Zeitraum ging
die Gesamtzahl aller Verkehrsunfälle mit Personenscha-
den um rund 12 % zurück (von 373.000 auf 328.000).
Bis zum Jahr 1998 konnte der Ein?uss illegaler Drogen
bei Kraftfahrern nur geahndet werden, wenn fehlende
Fahrtüchtigkeit nachweisbar war. Aufgrund gesetzlicher
Änderungen im Jahr 1998 wird nunmehr die Verkehrs-
teilnahme unter Ein?uss bestimmter illegaler Drogen
als Ordnungswidrigkeit geahndet. Die Polizei kann den
Fahrerlaubnisbehörden Zweifel an der Fahreignung
übermitteln, woraufhin diese gegebenenfalls Maß-
nahmen zur Klärung der Fahreignung anordnen (z. B.
ein ärztliches Gutachten). Die Zahlen sind auch Beleg
dafür, dass die hohe Dunkelziffer des Drogenkonsums
bei Verkehrsteilnehmern durch verbesserte Nachweis-
ILLEGALE HERSTELLUNG / LABORE
Drogenart
01.01.–31.12.2006 01.01.–31.12.2007
ATS *
6
8
GHB
0
1
Fentanyl
1
1
Insgesamt
7
10
* ATS = Amphetamine-Type-Stimul ances; bei den im Jahr
2007 sichergestellten Laboren synthetischer Drogen des
Amphetamin-Typs handelte es sich um fünf Produktions-
st ätten von Amphetamin und drei zur Herstellung von
Methamphetamin.