d. h. Opiate, Kokain, Amphetamine und Halluzinogene,
problematisch konsumieren.
5.1 Daten zur Drogenkriminalität in Deutschland
Grundlagen der folgenden Darstellung der Drogen-
situation in der Bundesrepublik Deutschland bilden
die Auswertungen des Bundeskriminalamts (Falldatei
Rauschgift sowie Personendatei, Stichtag: 31. Januar
2008).
Der Darstellung der Drogensituation werden die Indi-
katoren erstauffällige Konsumenten harter Drogen
(EKhD), Sicherstellungsfälle und -mengen, Herkunfts-
und Bestimmungsstaaten sowie die Nationalitäten der
Tatverdächtigen zugrunde gelegt.
Die Informationen zu den einzelnen Indikatoren resul-
tieren aus polizeilich bekannt gewordenen Fällen der
Drogenkriminalität und spiegeln das in der Falldatei
Rauschgift erfasste Hellfeld dieses Kriminalitätsberei-
ches wider. Verändertes Kontrollverhalten der Polizei
und des Zolls sowie Sicherstellungen größerer Einzel-
mengen können die Lageentwicklung wesentlich beein-
?ussen.
Aktuelle Entwicklungen
Sowohl bei der Gesamtzahl der Sicherstellungsfälle
als auch bei der beschlagnahmten Gesamtmenge von
Rauschgift waren im Jahr 2007 rückläufige Tendenzen
gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. 2007 fanden
zwei der größten jemals in Deutschland erfolgten
Einzelsicherstellungen von Heroin statt. Lediglich bei
Amphetamin wurden steigende Werte bei allen Indika-
toren registriert.
Erstauffällige Konsumenten harter Drogen (EKhD)
Gegenüber dem Vorjahr ist die Zahl der EKhD im Jahr
2007 mit 18.620 Personen um 4 % gesunken. Während
die Entwicklungen bei Heroin, Kokain, Ecstasy und Crys-
tal rückläufig waren, ist die Zahl der erstauffälligen Kon-
sumenten von Amphetamin und Crack angestiegen.
Die Gesamtzahl der EKhD ist im dritten Jahr in Folge
gesunken (siehe Tabelle unten).
ERSTAUFFÄLLIGE KONSUMENTEN HARTER DROGEN (EKhD)
Zeitraum
Gesamt * Heroin Kokain
Meth-/
Amphetamin **
Ecstasy Crack Sonstige ***
01.01.–31.12.06
19.319
4.489
4.225
9.835
2.319
355
394
01.01.–31.12.07 18.620
4.153
3.812
9.949
2.038
498
456
Veränderungen –3,6 %
–7,5 %
–9,8 %
+1,2 % –12,1 % +40,3 % +15,7 %
* Jede Person wird in der Gesamtzahl nur einmal als erstauffälliger Konsument harter Drogen registriert. Zur Aufhellung des poly-
toxikomanen Konsumverhaltens ist jedoch die Zählung einer Person bei mehreren Drogenarten möglich.
** Unter den 9.949 Personen im Jahr 2007 befinden sich 567 erstauffällige Cr ystal-Konsumenten. Gegenüber dem Jahr 2006 (681
Personen) bedeutet dies einen Rückgang um 16,7 %.
*** Unter „Sonstige“ wurden 145 erstauffällige Konsumenten von LSD (+16 %) im Jahr 2007 erfasst.
5.1.1 Drogentodesfälle in Deutschland
Im Jahr 2007 wurden in der Falldatei Rauschgift 1.394
Drogentodesfälle in D eutschland registriert. Gegen-
über dem Vorjahr (1.296) bedeutet dies einen Anstieg
um 7,6 %. Unter den Drogentoten 2007 befanden sich
121 Aussiedler, was einem Rückgang um 8,3 % gegen-
über dem Vorjahr (132) entspricht (siehe Tabellen auf
der Folgeseite).