aus der Sucht diskutierten Betroffene, Wissenschaftler,
Ärzte, Apotheker, Selbsthilfegruppen und Krankenkas-
sen auf der Fachtagung: „Medikamentenabhängigkeit:
gemeinsam handeln!“ am 23. April 2007. Dieser Heraus-
forderung für das deutsche Gesundheitswesen stellten
sich die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e. V., die
Kassenärztliche Bundesvereinigung und der Bundes-
verband der Betriebskrankenkassen. Die Drogenbeauf-
tragte der Bundesregierung unterstützt Bemühungen,
neue Wege und Lösungen für die Behandlung und Prä-
vention zu finden. Studien und Projekte können dazu
einen Beitrag leisten. Derzeit wird z. B. im Auftrag des
Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte
das Forschungsprojekt „Entwicklung und Durchführung
eines Dokumentationssystems zum Medikamenten-
missbrauch zur Evaluierung von regulatorischen Maß-
nahmen“ unter der Leitung von Prof. Dr. Peter Raschke
(Institut für interdisziplinäre Suchtforschung, Hamburg)
durchgeführt.
Eine sorgfältige Diagnostik und Beratung sind wichtig,
um das Problem der Medikamentenabhängigkeit früh-
zeitig zu erkennen und passend zu reagieren. Ärztin-
nen und Ärzten sowie Apothekerinnen und Apothekern
kommt hier eine besondere Verantwortung zu. Sie kon-
trollieren den Zugang zu den Medikamenten mit Miss-
brauchs- und Abhängigkeitspotenzial.
Ziel aller Bestrebungen ist es, medikamentenabhängige
Menschen frühzeitig zu erreichen und ihnen eine adä-
quate Hilfe in den Beratungs- und Behandlungseinrich-
tungen der Suchtkrankenhilfe und der medizinischen
Versorgung zu vermitteln.
Deutschland verfügt über ein breites Angebot an Sucht-
hilfeeinrichtungen, das von Ländern und Kommunen