gemeinsam mit Kliniken, niedergelassenen Ärzten, Psy-
chologen, Psychotherapeuten, Drogenberatungs- und
anderen Einrichtungen der Suchthilfe anwendungso-
rientierte Forschungsprojekte durchführen. Schwer-
punkte des Arbeitsprogramms sind zum einen die
verbesserte Information der Abhängigen und deren
Angehörigen und zum anderen eine suchtspezifische
Aus- und Fortbildung von Ärzten und Therapeuten zum
Arbeitsprogramm der Verbünde.
(mehr zu den Forschungsverbünden finden Sie unter
C 1.5.2.)
Forschungsverbund Baden-Württemberg
Für den Bereich der Prävention alkoholbezogener Stö-
rungen ist ein Projekt besonders relevant, das auf die
Schlüsselstellung niedergelassener Hausärzte und Inter-
nisten bei der Entdeckung und frühzeitigen Behandlung
gefährlichen oder schädlichen Alkoholkonsums setzt
(Prof. Härter, Dr. Berner, Freiburg). Das bereits in der ers-
ten Förderperiode erarbeitete Qualitätsmanagement-
system, bestehend aus einer Versorgungsleitlinie, Scree-
ninginstrumenten und Dokumentationsmaterialien,
wurde zwischenzeitlich überarbeitet und unter Berück-
sichtigung von Qualitätsmerkmalen für Lernsoftware
in eine elektronische Form (
www.alkohol-leitlinie.de
)
überführt. Diese Internetplattform bietet sowohl für
Betroffene als auch deren Angehörige wie auch Exper-
ten umfassende Informationen zu alkoholbezogenen
Störungen. Die Evaluation der Fortbildungsmodule im
Rahmen einer Pilotstudie zeigen sowohl in formaler
(z. B. Benutzerfreundlichkeit) wie inhaltlicher Hinsicht
positive Ergebnisse. Die Ergebnisse der sich hieran
anschließenden Studie zur Überprüfung unterschied-
licher Transferstrategien in die Routineversorgung wer-
den für 2008 erwartet.
Der Bereich „Therapieforschung“ wird in erster Linie
durch das „Project PREDICT“ geprägt. Die Datensamm-
lung konnte inzwischen abgeschlossen werden. Aktu-
ell läuft die Aufarbeitung und Auswertung der Daten.
Ergebnisse sollen im Laufe des Jahres 2008 vorgestellt
und publiziert werden. Für das Psychotherapieprojekt
sind insbesondere die bislang erfolgten Transferleistun-
gen in die Praxis zu erwähnen (Schulung und Supervi-
sion niedergelassener Therapeuten).