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C | Suchtstoffe und Suchtformen | Tabak
Vorgestellt:
Prof. Dr. Gerhard Bühringer,
wissenschaftlicher Leiter des
Instituts für Therapieforschung
in München (IFT) und Professor
für Suchtforschung an der
TU Dresden
„Neugier treibt mich an. Neugier, den Dingen auf den Grund
zu gehen, und der Wille, die Welt zu verbessern“ sagt Prof.
Bühringer, wissenschaftlicher Leiter und Gründer des Insti-
tuts für Therapieforschung (IFT) in München. „Schon seit der
Gründung des IFT 1973 ist es mein Ziel, eine bessere Gesund-
heitsversorgung für Suchtkranke zu erreichen“, so Bühringer.
„Und das geht nur über bessere Strukturen und über Quali-
tätsstandards.“
Daher widmet sich Prof. Bühringer zusammen mit fünf
Arbeitsgruppen seit mehreren Jahrzehnten der anwendungs-
bezogenen Suchtforschung für die Prävention und Behand-
lung des Missbrauchs von Alkohol, illegalen Drogen, Medika-
menten und Tabak sowie des pathologischen Glücksspielens.
Das bedeutet vor allem Planung und Auswertung der Arbeit
von therapeutischen Einrichtungen und der regionalen und
bundesweiten Versorgungsstrukturen, epidemiologischer
Studien sowie die Weiterentwicklung von Präventions- und
Therapieprogrammen. „Ein hoher Qualitätsstandard ist mir
auch in meiner alltäglichen Arbeit sehr wichtig. Deshalb ver-
lässt auch kein schriftlicher Beitrag das Institut, ohne dass ich
ihn vorher gelesen und mögliche Verbesserungen mit den
Autoren diskutiert habe.“ Dabei achtet er besonders darauf,
dass die Beiträge und Arbeiten des IFT inhaltlich und sprach-
lich an den Bedürfnissen ihrer Zielgruppe ausgerichtet sind
und durch Klarheit und Verständlichkeit überzeugen.
Dass sich Prof. Bühringer auch um den wissenschaftlichen
Nachwuchs kümmert, ist für ihn selbstverständlich. Er hält
Vorträge, veröffentlicht zahlreiche Lehrbuchbeiträge und hat
am IFT ein Doktorandenausbildungsprogramm eingerichtet.
Außerdem ist er Präsident der 1997 gegründeten Internatio-
nal Society of Addiction Journal Editors (ISAJE), die sich um
die Schaffung gemeinsamer Quali tät sst andards kümmer t
und Trainingsprogramme für junge Wissenschaftler durch-
führt.
Seit 2005 ist er Professor für Suchtforschung an der TU
Dresden. Dort beschäftigt er sich vor allem mit Grundlagen-
forschung, insbesondere mit Erklärungsmodellen für die Ent-
wicklung von Substanzstörungen und für den Rückfall. „Es
ist wichtig herauszufinden, wie und warum Sucht entsteht.
Wenn man die Ursachen besser als bisher kennt und weiß,
welche Personengruppen besonders gefährdet sind, kann
man viel individuellere Präventions- und Therapieformen
entwickeln. So können wir zum Beispiel davon wegkommen,
dass Präventionsmaßnahmen nach dem Schrotschussverfah-
ren angewendet werden.“
Neben der Tät igkeit in zahlreichen Gremien ist er Chef-
redakteur der Zeit schrift Sucht. Seit 2007 ist er auch auf
europäischer Ebene aktiv. Er wurde unter 72 Bewerberinnen
und Bewerbern ausgewählt und in den Wissenschaftlichen
Beirat der Europäischen Beobachtungsstelle für Drogen und
Drogensucht (EBDD) in Lissabon berufen. Dieses 15-köpfige
Gremium bündelt die wissenschaftliche Expertise aller Mit-
gliedsstaaten der EU in Drogenfragen, unterstützt politische
Entscheidungsträger und berät die Fachleute der Euro-
päischen Beobachtungsstelle. Professor Bühringer vertritt in
diesem hochrangigen Gremium den Bereich „Methodische
Fragen“.
Auch privat geht Prof. Bühringer den Dingen auf den Grund.
Neben seiner Begeisterung für Reisen in fremde Länder und
das Skifahren hat er sich ein besonderes Hobby zugelegt:
hochwertige französische Weine. Er hat sich ein profundes
Fachwissen angeeignet und lagert seit 30 Jahren die zum Teil
auf Weinauktionen erstandenen Weine in seinem privaten
Weinkeller, wo er für perfekte Lagerbedingungen sorgt. Es
versteht sich von selbst, dass die wertvollen Weine nur maß-
voll zu besonderen Gelegenheiten verkostet werden.
www.ift.de und
www.tu-dresden.de
Ergebnisse der ASAT-Projekte im Bereich Tabak
Projekt WIRK – Wirksamkeit intensivierter Raucher-
entwöhnung in Kliniken
Das Teilprojekt Suchtrehabilitationskliniken verfolgte
folgende Ziele:
Beschreibung der existierenden Tabakkontrollpolitik
in deutschen Suchtrehabilitationskliniken;
Analyse des Ein?usses der Tabakkontrollpolitik auf
das Rauchverhalten der Patienten und