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C | Suchtstoffe und Suchtformen | Tabak
genommen und werden zum Jahresende 2008 einer
ersten Evaluation unterzogen:
Jugendschutz und Alkohol;
HaLT – Hart am Limit;
Peer-Projekt für Fahranfänger;
Lieber schlau als blau;
SuchtPräventionsParcours;
Frühintervention bei Jugendlichen mit Suchtmittelmiss-
brauch und Alkoholproblemen FreDPLUS.
1.3 Beratung und Behandlung
1.3.1 „rauchfrei“-Kampagne
zur Tabakentwöhnung der BZgA
Um dem gestiegenen Interesse nach Informationen zum
Thema Nichtrauchen und der zunehmenden Nachfrage
nach Materialien zum Rauchverzicht zu entsprechen,
bietet die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklä-
rung (BZgA) ein breit gefächertes Angebot zur Unter-
stützung und Information sowohl für Jugendliche als
auch für Erwachsene an. (siehe auch 1.2.3)
In Ergänzung und Erweiterung der bisherigen Maßnah-
men und Informationsmaterialien lag die Schwerpunkt-
setzung im Jahr 2007 in der Erweiterung der Beratungs-
angebote und der Erhöhung der Beratungsqualität
sowohl im Bereich des internetbasierten Ausstiegspro-
gramms und der Telefonberatung zum Nichtrauchen
als auch in der Neukonzeption von Kursangeboten zum
Rauchverzicht.
Entwicklung, Evaluation und Implementierung
eines neuen Gruppenprogramms zur Tabak-
entwöhnung
Im Jahr 2007 wurde das Tabakentwöhnungsprogramm
„Rauchfrei in zehn Schritten“ von dem Nachfolge-
programm „Das Rauchfrei Programm“ abgelöst. Das
„Rauchfrei Programm“ ist ein vom Institut für Thera-
pieforschung (IFT, München) mit Unterstützung der
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung neu
entwickeltes Programm, das hinsichtlich seiner Inhalte
und Zeitstruktur den Anforderungen einer modernen
Tabakentwöhnung entspricht. Es wurde unter Berück-
sichtigung der neuesten wissenschaftlichen Erkennt-
nisse zur Tabakabhängigkeit und Tabakentwöhnung,
der Ergebnisse der von der BZgA geförderten Evalua-
tion des Vorgängerprogramms und der Rückmeldun-
gen der Kurs- und Schulungsleitungen entwickelt und
erprobt. Das „Rauchfrei Programm“ arbeitet mit einem
festgelegten Rauchstopptag. Es wendet kognitive Ver-
fahren zur Beein?ussung von Einstellungen, motivie-
rende Gesprächsführung als Strategie zur Förderung
der Motivation, Psychoedukation zur Vermittlung von
Krankheitsverständnis, Verfahren der Zielorientierung,
Verständnis und Umgang mit Rückfallprozessen sowie
die direkte Ein?ussnahme auf Emotionen an. Der Ein-
satz einer medikamentösen Begleittherapie zur Unter-
stützung des verhaltenstherapeutischen Vorgehens
wird als Option berücksichtigt. D as „Rauchfrei Pro-
gramm“ umfasst sieben Kursstunden. Der Rauchstopp
findet nach einer sorgfältigen Vorbereitung zwischen
der vierten und fünften Kursstunde statt. Zudem wer-
den die Kursteilnehmer nach dem Rauchstopp mit zwei
Telefonstunden telefonisch individuell und intensiv
betreut.
Das „Rauchfrei Programm“ wurde im Jahr 2006 einer
umfangreich angelegten Evaluationsstudie unterzogen,
um die Akzeptanz und die Wirksamkeit des Programms
zu überprüfen.
Mit dem Kursprogramm werden etwa gleich viele Frauen
wie Männer erreicht, vornehmlich im Alter zwischen 35
und 55 Jahren (Durchschnittsalter 45,9 Jahre). Sie rau-
chen fast ausschließlich Zigaretten (95,7 %), der größte
Teil zwischen 11 und 20 Zigaretten am Tag. Die Nikotin-
abhängigkeit ist bei über 50 % der Teilnehmer als stark
bis sehr stark zu benennen. Zum Ende des Kurses sind
44,1 % der Teilnehmer rauchfrei. Nach sechs Monaten
waren nach eigenen Angaben 40,2 % der Kursteilneh-
mer noch rauchfrei (7-Tage-Punktprävalenz). Die kon-
tinuierliche Erfolgsquote beträgt sechs Monate nach
Kursende 35,6 %. Im Vergleich zu international doku-
mentierten Erfolgsquoten und vor dem Hintergrund,
dass das Programm im Behandlungsalltag und nicht in