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rinnen und Schüler bzw. Jugendliche entwickelt und
veröffentlicht. Der Leitfaden für Pädagogen „Auf dem
Weg zur rauchfreien Schule“ und das „Curriculum Anti-
Rauchkurs“ wurden überarbeitet und in neu gestalteter
Form herausgegeben. Durch Tagungen, Fortbildungen
und Workshops hat die Bundeszentrale für gesundheit-
liche Aufklärung (BZgA) auch im Jahr 2007 Schulen in
verschiedenen Bundesländern auf dem Weg zur Rauch-
freiheit unterstützt.
Die Angebote der BZgA wurden insgesamt stark nach-
gefragt. Grundlage war ein auf Schultypen, Zielgruppen
und Entwicklungsphasen bezogenes Programm, das es
den Schulen ermöglichte, die jeweils passende Hilfestel-
lung abzurufen.
Eine Differenzierung erfolgte auch hinsichtlich der
schulischen Gruppen, die mit den Angeboten ange-
sprochen wurden. Es wurden durch die BZgA geson-
derte Veranstaltungen für Schulleiter und Schulleite-
rinnen durchgeführt, die sich in den Vorjahren bereits
als besonders effektiv erwiesen haben. Darüber hinaus
wurden erstmals auch Schüler-Lehrer-Seminare angebo-
ten. Es zeigte sich, dass durch Schülerbeteiligung eine
größere Nachhaltigkeit und Akzeptanz der rauchfreien
Schule erreicht werden kann. Ein Schwerpunkt wurde
auf die neuen Bundesländer gelegt, da Jugendliche dort
bisher einen deutlich höheren Raucheranteil aufweisen
als Schüler in den westlichen Bundesländern.
Im Projektverlauf zeigte sich, dass Schulen, die konse-
quent und dauerhaft die empfohlenen strukturellen
und verhaltensbezogenen Maßnahmen zur Förderung
des Nichtrauchens umsetzen, das Rauchen von Schü-
lern in der Schule erfolgreich eindämmen und damit
die Raucherquote der Schülerinnen und Schüler senken
konnten.
Die Mehrheit der Schüler und Pädagogen befür wor-
tet die schulischen Rauchverbote. Allerdings verlagert
sich das Rauchen von Schülerinnen und Schülern nach
Einführung schulischer Rauchverbote oftmals zunächst
in die Umgebung der Schule. Die damit verbundenen
Probleme und Handlungserfordernisse (insbesondere
in beru?ichen Schulen und Oberstufenzentren) standen
im Fokus der Fortbildungen des Jahres 2007.
Insgesamt hat die BZ gA im Jahr 2007 in Zusammen-
arbeit mit den zuständigen Koordinierungsstellen der
Länder 24 Veranstaltungen in neun Bundesländern
(Baden-Wür ttemberg, Brandenburg, Bremen, Meck-
lenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Rhein-
land-Pfalz, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Saarland) durch-
geführt.
Von der rauchfreien Schule profitieren in besonderem
Maße die Gelegenheitsraucher. In dieser Schülergruppe,
die aufgrund ihres meist geringen Alters eine Hauptziel-
gruppe der schulischen Maßnahmen ist, kann die Rau-
cherquote durch konsequente Rauchverbote oft schon
nach kurzer Zeit spürbar verringert werden.
Das Vorhaben „rauchfreie Schule“ unterstützt die
Bemühungen zum Nichtraucherschutz im öffentlichen
Bereich. Insbesondere die Nichtraucherschutzgesetze
und die damit verbundene Einschränkung des Rauchens
in Gaststätten, Diskotheken usw. tragen mit dazu bei,
dass das Rauchen auch von Schülern und von Lehrern
immer weniger als „normales“ Verhalten wahrgenom-
men wird. Während die Schule sich vor einigen Jahren
oftmals noch als „Experimentierfeld“ zum Rauchver-
bot gesehen hat, kann sie sich heute auf einen breiten
gesellschaftlichen Konsens stützen. Der Prozess zur
Umsetzung der Rauchfreiheit in Schulen wird durch
diese Entwicklung wesentlich erleichtert.
1.2.6 Die rauchfreie Schule – vom Verbot
zum gelebten Nichtraucherschutz
Fachtagung vom 22.–23. Januar 2008
in Hannover
Im Januar 2008 führte die Drogenbeauftragte der Bun-
desregierung gemeinsam mit der Bundeszentrale für
gesundheitliche Aufklärung in Hannover die Tagung
„Die rauchfreie Schule – vom Verbot zum gelebten
Nichtraucherschutz“ mit großer Resonanz durch.
Bei dieser Tagung sollte ausgelotet werden, inwiefern
auch nach der Einführung von Nichtraucherschutzge-
setzen noch Unterstützungsbedarf in den Ländern bei
den Schulen besteht. Seit mehr als fünf Jahren unter-
stützt der Bund die Länder, durch verschiedene Maß-
nahmen die rauchfreie Schule umzusetzen. In den
Ländern wurden ebenfalls Suchtpräventionsprojekte
entwickelt, um die Schulen auf ihrem Weg zur Rauch-
freiheit zu begleiten.