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es, dass in der Zukunft weniger Personen mit dem Rau-
chen anfangen. Während 2001 nur 41 % der 12–17-Jähri-
gen angaben, Nichtraucher zu sein, bezeichnen sich in
der Untersuchung des Jahres 2007 57 % der befragten
jungen Menschen als Nichtraucher.
Das Rauchverhalten weist ein starkes soziales Gefälle
auf. Besonders viel rauchen Jugendliche aus Familien
mit geringer Bildung, geringem Einkommen und nie-
drigem beru?ichem Status auf. Die Raucherquote der
ständigen Raucherinnen und Raucher ist beispielsweise
an Hauptschulen mit 24 % (Schülerinnen und Schüler
der Sekundarstufe I) mehr als dreimal so hoch wie an
Gymnasien (7 %).
Über gezielte Maßnahmen im Setting Schule können
Schülerinnen und Schüler aller sozialen Schichten
erreicht werden und es ist auch eine Koppelung von
Strukturmaßnahmen mit verhaltensbezogenen Maß-
nahmen möglich. Deshalb haben sich die Aktivitäten
der „rauchfrei“-Jugendkampagne im Jahr 2007 auf das
Setting Schule konzentriert. In Kooperation mit Bundes-
ländern wurden Angebote von Weiterbildungsmaßnah-
men zum Konzept ‚rauchfreie Schule‘ realisiert und die
im Schulbereich angesiedelten Maßnahmen ‚Mitmach-
Parcours‘ und ‚JugendFilmTage‘ weitergeführt. Darü-
ber hinaus wurde das internetbasierte „rauchfrei“-Aus-
stiegsprogramm für Jugendliche weiter ausgebaut.
(vgl. auch 1.3.1 zur „rauchfrei“-Kampagne mit der Ziel-
gruppe Erwachsene und zum Bereich Rauchentwöh-
nung)
1.2.4 „Be Smart – Don’t Start“:
Der Nichtraucherwettbewerb für Schulklassen
Für viele Schulen ist der Nichtraucherwettbewerb „Be
Smart – Don’t Start“ in den letzten Jahren zu einem fest
etablierten Bestandteil der Suchtprävention und För-
derung des Nichtrauchens geworden. Seit 1997 richtet
sich der Wettbewerb an Schulklassen der Klassenstufen
sechs bis acht. Er zielt darauf ab, das Thema „Nichtrau-
chen“ in einer für die Jugendlichen attraktiven Form in
die Schulen zu bringen und den Einstieg in das Rauchen
zu verzögern.
Die teilnehmenden Klassen entscheiden sich, für ein
halbes Jahr nicht zu rauchen. Wöchentlich wird das
Thema „Nichtrauchen“ in den Klassen thematisiert.
Klassen, die ein halbes Jahr lang rauchfrei sind, können
in einer Verlosung attraktive Preise gewinnen, darunter
als Hauptpreis eine Klassenreise. Besondere Auszeich-
nungen werden für begleitende Aktionen zum Thema
Nichtrauchen und Gesundheitsförderung vergeben.
Der Nichtraucherwettbewerb wird in vielen weite-
ren europäischen Staaten durchgeführt. Im Schuljahr
2006/2007 nahmen 27.554 Klassen mit rund 635.000
Schülerinnen und Schülern aus 20 europäischen Län-
dern teil. Im Schuljahr 2007/2008 meldeten sich in
Deutschland 11.350 Schulklassen mit ca. 295.000 Schü-
lerinnen und Schülern zur Teilnahme an.
Die bisherigen Studien zum Wettbewerb deuten darauf
hin, dass der Wettbewerb einen kurzfristigen Effekt
hat und den Einstieg in das Rauchen verzögern kann.
Zur Förderung der Nachhaltigkeit wurden zusätzliche
Preise für mehrfach teilnehmende Klassen vergeben.
Während sich im Schuljahr 2002/2003 11 % der Klassen
wiederholt am Wettbewerb beteiligt hatten, waren dies
im Schuljahr 2007/2008 bereits 32 %.
„Be Smart – Don’t Start“ wird von der Deutschen Krebs-
hilfe, der Europäischen Kommission, der Bundeszen-
trale für gesundheitliche Aufklärung, der Deutschen
Herzstiftung, dem AOK-Bundesverband, der Deutschen
Lungenstiftung sowie einer Reihe weiterer öffentlicher
und privater Institutionen gefördert.
1.2.5 Maßnahmen zur Förderung des Nichtrauchens
im Bereich der Schule
Die Rauchfreiheit von Schulen ist eine gesundheits-
politische Zielsetzung von besonderer Bedeutung.
In Deutschland haben bis Ende des Jahres 2008 alle
Bundesländer ein Rauchverbot an Schulen umgesetzt.
An vielen Schulen aber stellen Schülerinnen und Schüler,
die diese Verbote missachten, das schulische Personal
auch nach Einführung der Rauchverbote vor Probleme,
insbesondere an Schulen mit überdurchschnittlicher
Raucherquote, wie Hauptschulen oder beruflichen
Schulen.
Zur Unterstützung der Schulen bei der Umsetzung der
Rauchfreiheit wurden Manuale und Medien für Päda-
goginnen und Pädagogen, für Eltern und für Schüle-