aus acht europäischen Ländern (Deutschland, Finnland,
Großbritannien, Kroatien, Ungarn, Rumänien, Russland
und Polen). Deutscher Partner des Netzwerkes ist die
Stadt Frankfurt/Main („Frankfurter Montagsrunde“), die
im Mai 2008 zu einem Treffen des Netzwerkes einlud.
Das Netzwerk EXASS Net ist ein hervorragendes Beispiel
für die Zusammenarbeit und gegenseitige Ergänzung
von EU und Europarat.
2.4 Bilaterale Zusammenarbeit
2.4.1 Deutsch-österreichische Zusammenarbeit
Zwischen dem nationalen Drogenkoordinator in Öster-
reich, Dr. Franz Pietsch, und der Drogenbeauftragten
der Bundesregierung besteht seit Jahren ein kontinu-
ierlicher Informationsaustausch in der Drogen- und
Suchtpolitik. Auf verschiedenen Treffen am Rande der
Drogenkoordinatorentreffen der EU gab es hierzu
Gespräche über die jeweilige nationale Situation und
anstehende Vorhaben.
Vom 29. bis 30. Oktober 2007 fand zur Intensivierung
des bilateralen Austauschs ein zweitägiger Besuch der
Drogenbeauftragten der Bundesregierung beim natio-
nalen Drogenkoordinator der Republik Österreich in
Wien statt. Im Rahmen dieses Besuchs traf die Dro-
genbeauftragte zu weiteren Gesprächen mit Fraktions-
vertretern des österreichischen Parlaments und dem
Drogenkoordinator der Stadt Wien zusammen. Die
Drogenbeauftragte besichtigte während ihres Aufent-
haltes das Anton-Proksch-Institut, ein Therapiezentrum
zur Behandlung von Alkohol-, Medikamenten- und Dro-
genabhängigkeit. Dabei wurden die nationalen Schwer-
punkte in der Drogen- und Suchtpolitik vertieft und ein
Gegenbesuch des nationalen Drogenkoordinators in
Berlin vereinbart.
2.4.2 Deutsch-französische Zusammenarbeit
Seit 2003 haben mehrere deutsch-französische Ver-
anstaltungen zum Themenbereich der Drogenpolitik
stattgefunden. Im November 2006 erhielt diese Zusam-
menarbeit mit einer eigenen Kooperationsvereinbarung
ein besonderes Fundament. Im August 2007 wurde auf
der französischen Seite ein neuer Präsident der „Mis-
sion Interministérielle de Lutte contre la Drogue et la
Toxicomanie“ (MILDT) ernannt. Die hohe Bedeutung
der deutsch-französischen Kooperation bleibt auch
unter dem neuen französischen Drogenkoordinator,
Etienne Apaire, bestehen. Die Drogenbeauftragte der
Bundesregierung traf ihren neuen französischen Kolle-
gen bereits am 10. September 2007 in Paris zu einem
Austausch im Rahmen der vereinbarten Konsultatio-
nen. Unter der Beteiligung verschiedener Fachleute
wurden unterschiedliche Bereiche der Sucht- und Dro-
genpolitik diskutiert. Die Themen reichten von den
Erfahrungen in Frankreich mit Warnhinweisen auf Alko-
hol?aschen über die Erkenntnisse aus dem deutschen
Diamorphinprojekt bis hin zu Ideen für ein gemeinsa-
mes Hepatitis-C-Präventionsprojekt.
2.4.3 Deutsch-peruanische Zusammenarbeit
Die Bundesrepublik und Peru kooperieren seit vielen
Jahren im Drogenbereich. Eine gemeinsame Absichtser-
klärung über die Zusammenarbeit bei der Bekämpfung
des Drogenmissbrauchs, des illegalen Anbaus von Dro-
genp?anzen und des illegalen Drogenhandels soll diese
Kooperation nun weiter verstärken. Auf peruanischen
Vorschlag wurde im Laufe des Jahres 2007 der Text einer
Gemeinsamen Absichtserklärung verhandelt. Beide Sei-
ten wollen die Erklärung noch 2008 unterzeichnen.
Die Gemeinsame Absichtserklärung soll sich auf fol-
gende Bereiche erstrecken:
die Bekämpfung des illegalen Anbaus von Drogen-
p?anzen, der illegalen Drogenherstellung, des ille-
galen Drogenhandels, der Kontrolle von Vorläufer-
stoffen und der Bekämpfung der Geldwäsche;