1988, die die Mitgliedsstaaten verp?ichten, die Produk-
tion und den Vertrieb von Suchtstoffen und psycho-
tropen Substanzen zu kontrollieren, den Drogenmiss-
brauch und den illegalen Drogenhandel zu bekämpfen,
die notwendigen verwaltungstechnischen Einrichtun-
gen hierfür zu schaffen und den internationalen Orga-
nen über ihre Tätigkeit zu berichten.
Die wichtigsten mit Drogenfragen befassten Institutio-
nen im Rahmen der Vereinten Nationen (UN) sind:
die UN-Suchtstoffkommission (Commission on Nar-
cotic Drugs – CND), die bereits 1946 als Fachkom-
mission des Wirtschafts- und Sozialrats eingerichtet
wurde und das zentrale Richtlinienorgan der UN im
Drogenbereich darstellt; sie tritt jährlich zumeist im
März etwa eine Woche lang zusammen;
das Internationale Suchtstoffkontroll-Amt (Internatio-
nal Narcotics Control Board – INCB) der UN, das die
Aufgabe hat, Handel und Anwendung von psychotro-
pen Stoffen für medizinische Zwecke ebenso wie von
Vorläuferchemikalien zu kontrollieren und die Einhal-
tung der Internationalen Suchtstoffübereinkommen
zu überwachen;
das UN-Drogenkontrollprogramm UNDCP (United
Nations International Drug Control Programme), das
1990 geschaffen wurde, um alle drogenrelevanten
Aktivitäten der UN zu koordinieren, die Staaten bei
der Einhaltung der Drogenkonventionen zu unter-
stützen und Drogenbekämpfungsprogramme zu pla-
nen, zu koordinieren und durchzuführen bzw. deren
Durchführung zu überwachen. Die engere Zusam-
menführung von UND CP (Hauptsitz in Wien und
21 Regionalbüros) und CICP (Centre for Internatio-
nal Crime Prevention) unter dem Dach des UN Büros
für Drogen- und Verbrechensbekämpfung UNODC
(UN Office on Drugs and Crime) seit 2003 hat dazu
geführt, dass in der Regel nur noch UNODC in der
Öffentlichkeit in Erscheinung tritt.
Die 20. Sonder-Vollversammlung zum Weltdrogenprob-
lem vom 08. bis 10. Juni 1998 in New York verdeutlichte
den hohen Stellenwert der Drogenbekämpfung für die
internationale Staatengemeinschaft. In einer Politi-
schen Erklärung und in sechs politisch verbindlichen
Dokumenten (Aktionsplänen) wurden Ziele festgelegt
und Aktionen in folgenden Bereichen vereinbart: