holkonzentration (< 0,5 g/l), ?ächendeckende Alkohol-
kontrollen und strengere Sanktionen helfen, die alko-
holbedingte Unfallrate deutlich zu senken. (vgl. dazu
C 2.4.1 Alkoholverbot für Fahranfängerinnen und Fahr-
anfänger)
In Europa fehlen umfassende Erkenntnisse zur Wirkung
von Warnhinweisen auf alkoholischen Getränken. Das
gilt auch für den Stand der Forschung in diesem Bereich.
Studien aus dem angloamerikanischen Raum zeigten,
dass Informationen auf Behältnissen mit alkoholischen
Getränken bei Schwangeren die Diskussion über Gefah-
ren durch Alkohol verstärken und dadurch ein Problem-
bewusstsein befördern. Außerdem sollten Informatio-
nen zu Gesundheitsrisiken standardisiert und leicht
verständlich sein.
In einem weiteren Arbeitsfeld des PHP Projekts wurde eine
bereits bestehende Datenbank (
www.hp-source.net
)
zum Thema Alkoholpolitik erweitert, so dass auch Infor-
mationen zu den jeweiligen Schwerpunkten aufgenom-
men werden können. Die Daten bestehen aus gesetz-
lichen Regelungen und präventiven Maßnahmen, die
zur Reduzierung alkoholbezogener Probleme in den
jeweiligen Ländern eingesetzt werden.
Mit seinen umfangreichen Dokumenten, die als elek-
tronische Version und zum Teil als gedruckte Version
verfügbar sind, wird das Projekt „Pathways for Health“
dazu beitragen, den Informationstand aller Interes-
sierten zu erweitern und Argumentationshilfen für die
nationale und europäische alkoholpolitische Arbeit zu
liefern. Sämtliche Dokumente sind auf der Internetseite
der DHS verfügbar
www.dhs.de/web/dhs_international/pathways.php
1.4.2 Projekt „Building Capacity“
Wie schon das Vorgängerprojekt „Bridging the Gap“
(siehe Drogen- und Suchtbericht 2007, S. 76), widmet
sich das von der Europäischen Kommission bewilligte
dreijährige Folgeprojekt „Building Capacity“ der Imp-
lementierung einer koordinierten Alkoholpolitik in der
Europäischen Union. Im Rahmen von „Building Capacity“
wird die Weiterentwicklung und Implementierung von
Alkoholpolitik in Europa sowie die Schaffung funktions-
fähiger Netzwerke in den Mitgliedsländern gefördert.
Dabei kann das Projekt auch auf die Erfahrungen ande-
rer europäischer Projekte zurückgreifen, wie „Pathways
for Health“ (siehe 1.4.1) sowie ELSA.
Ziele von „Building Capacity“ sind zum einen die Unter-
stützung der EU Kommission und der EU Mitgliedslän-
der bei der Umsetzung der 2006 formulierten Alkohol-
strategie und zum anderen die Einbindung weiterer
Sektoren, Institutionen und Organisationen (z. B. des
Verbraucherschutzes, der Gesundheitsförderung oder
Jugendorganisationen) in das Engagement für einen
umfassenden Ansatz der Alkoholpolitik.
Kernaufgabe des Projektes ist neben der Weiterentwick-
lung einer europäischen Datenbank zu Alkoholpräven-
tion und -politik die Förderung von Wirksamkeitsnach-
weisen. Dazu werden verschiedene alkoholpolitische
Strategien auf ihre gesundheitlichen und ökonomischen
Folgen hin bewertet. Weitere Arbeitsschwerpunkte bil-
den kommunale und regionale Ansätze von Alkohol-
politik sowie die Prävention von Unfällen und Verletzun-
gen. Insgesamt nehmen Partner aus 25 Mitgliedsländern